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Die Ohren sitzen, die Krallen sind gewetzt, es kann losgehen: Am Samstag den 29.10.2011 hatten 12 Kinder des Kindergartens Große Bären mit ihrem Projekt „Naturschauspiele – Wissenschaft macht Theater“ Premiere im Theater Freiburg. Unter dem Motto „von Kindern für Kinder“ entstand eine spannende Inszenierung für kleine Zuschauer von 5-7 Jahren.
Zu Beginn sieht man lediglich eine überdimensionale, weiße Leinwand. Davor liegt ein Knäuel von Katzenkindern, die schlafen. Langsam setzt die Dämmerung ein, die Sonne geht auf und die Katzen räkeln sich, spielen mit ihren eigenen Schatten und schmusen zu den fröhlichen Akkordeonklängen der Musikerin Gisa Hardegen. Doch als die Sonne zur Mittagszeit in den Zenit steigt sind die Schatten auf einmal verschwunden. „Wo sind sie hin?" fragen sie sich. Bestimmt hat die freche Maus Wendelin sie geklaut überlegen die Katzen und los geht die Schattenjagd. Es folgt ein 15-minütiges Schattentheater mit stimmungsvollen Bildern und liebevollen Details. Alle Darsteller sind 5 und 6 Jahre jung. Gebannt verfolgen die Zuschauer die Suche.
»Naturschauspiele« ist bereits das zweite, von der Robert Bosch Stiftung geförderte Projekt des freien Kita Trägers concept maternel zusammen mit der Theaterpädagogin Anna Terstiege und dem Theater Freiburg. Ein weiterer Förderer ist das Kulturamt Freiburg.
Seit September 2010 haben die Kinder Ideen gesammelt, was ihnen Tag für Tag an Besonderheiten in ihrer Umgebung auffallen. Wie entsteht was, warum, wozu und wodurch? Die möglichen Antworten darauf wurden erforscht und seit September 2011 in wöchentlichen Proben im Theater Freiburg ins Theaterspiel überführt.
Die bis zum letzten Platz ausverkaufte Premiere besteht aus zwei Teilen: Zunächst werden Phänomene rund um Licht und Schatten anhand der Geschichte von den Katzenkindern auf der Bühne lebendig. Anschließend dürfen die Zuschauerkinder selbst aktiv werden und mit forschen: In verschiedenen interaktiven Forscherräumen zu den Themen »Klang«, »Höhlenbau«, »Löcher«, »Licht und Schatten«, »Wetter«, »Vulkane«.
„Die Idee ist vielleicht neu, aber eigentlich ganz einfach, denn alles ist spielbar.“, so die Regisseurin Anna Terstiege. In ihren Augen lässt sich alles theatral umsetzten und so liegt es für sie auch nahe sich den naturwissenschaftlichen Phänomenen spielerisch zu nähern. Und das Ergebnis gibt ihr Recht: sowohl die Theaterkinder als auch die Zuschauer sind eifrig dabei die vielen Dinge auszuprobieren und zu bespielen.
Weitere Vorstellungen: Fr 11.11., 10 Uhr, Do 17.11., 10 Uhr
Als weitere Besonderheit sollen auch andere pädagogische Einrichtungen angesprochen und zum Mitmachen animiert werden: Im November können Kindergarten- und Grundschulgruppen die Forscherräume im Rahmen des Workshops »Wenn der Eimer aber ein Loch hat« (ohne Schattentheater-Aufführung) selbst ausführlich unter der Anleitung der Theaterpädagogin erkunden und sich ihre ganz eigene Schattengeschichte ausdenken. Termine: Di. 8.11., 10 Uhr / Di. 15.11., 10 Uhr / Sa. 26.11.11, 15 Uhr
Karten sind für 4 Euro / Kind buchbar an der Theaterkasse: Tel. 0761 201 2853
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