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"Auf der Spur der geheimen Zeichen" Projekt zwischen der Künstlerin Karin H. Bilyk und den Kindern der Kitas
Die Begegnung:
An den Herbst 2007 hat die Künstlerin Karin H. Bilyk eine besonders einprägende Erinnerung: Als Bewohnerin des Haus der Generationen im Stühlinger hat sie die Kindertagesstätte „Kleine Löwen“ der concept maternel gGmbH als direkte Nachbarn. Als sie eines Tages an dem Gelände vorbeigeht, zieht ein kleines Kind ihre Aufmerksamkeit auf sich: es steht am Zaun der Wiese, mit einer Schaufel in der Hand und sieht sie direkt an. Karin H. Bilyk geht wie ferngeleitet auf das Kind zu. Das Kind beschreibt mit seinem ausgestreckten Arm einen weiten Bogen und zeigt der Künstlerin durch die offene Geste seinen Garten. Karin H. Bilyk ist tief berührt von der Großzügigkeit des Kindes und erkennt, dass sie offen für eine neue Aufgabe ist. So entsteht der Satz „Die Welt in einer Kinderhand sehen und den Himmel in seinem Lächeln.“
Der Beginn:
Im Februar 2008 eröffnet die concept maternel gGmbH eine weitere Kita, diesmal im Haus der Generationen selbst: die „Kleinen Bären“. Frau Bilyk empfindet eine große Bereicherung durch den Einzug der Kinder im Haus, in dem sie selbst lebt. Wie durch „einen Lichtblick oder einen Sonnenstrahl“ lebt sie dadurch auf. Die Begegnung mit dem „kleinen Löwen“ hat sie beschäftigt, und sie denkt darüber nach, wie sie weitere Berührungspunkte mit den Kindern knüpfen kann. Sie sucht den Kontakt zur pädagogischen Leitung, Gisela Weidemann und denkt gemeinsam mit ihr über eine Entdeckungsreise mit den kleinen Künstlern nach.
Spuren setzen:
Mittlerweile besucht Karin H. Bilyk einmal wöchentlich die Kita Kleine Bären. Zusammen mit den Kindern der Kita Kleine Löwen geht sie aufmerksam und feinfühlig auf deren individuelles künstlerisches Können ein: Am Anfang durch Zeichnen mit Stiften und Farben, später im Jahr durch unbekannte Materialien wie Ton. Sie lässt die Kinder ohne Druck selbstständig agieren und unterstützt sie nur ab und zu durch eine Hilfestellung. Karin H. Bilyk beschreibt den Zugang zu den Kindern während dieser Stunden wie einen unsichtbaren, silbernen Faden, der wie eine Nabelschnur nie abreißt. Das Wachstum der Dinge sei auch vom künstlerisch-psychologischen Standpunkt sehr interessant.
Neidisch sei sie manchmal auf die Kinder, die noch unbefangen und spontan an ihr Papier oder ihre Vorlage herangehen und darauf einwirken. „Was die da manchmal hinwerfen“ sei unglaublich und wunderbar, sagt sie, und hebt das Bild eines Kopffüßlers hoch, den der kleine und schon sehr begabte Leo gezeichnet hat. Der Erwachsene könne noch so viel von den Kindern lernen. Obwohl der echte Künstler nie altert, sagt sie, sei dies doch frische Inspiration und ein echtes Glück für sie selbst: Auch ihre persönliche Arbeiten werden von dem gemeinsamen Projekt mit den Kindern inspiriert und verändert.
Nach Ostern will sie die Kinder an das Material Ton heranführen und sehen, wie die Kleinen Bären und Löwen hier ihre Spuren setzen werden: „Kita-Löwen und Bären orten sich, setzen Zeichen in Ton und auf Papier.“
Fotos zum Projekt finden Sie hier.
Hintergrundinformationen zur Künstlerin Karin H. Bilyk
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